Hartmut Amberg Musikproduktion



Die besten Komponisten, Bandleader, Orchesterleiter




Fred Rabold   * 1922   † 1993

Pseudonym: René Brossi

Fred Rabold lernte als Kind zunächst das Violinenspiel. Sein Vater leitete ein eigenes Orchester und nahm ihn oft zu seinen Auftritten mit. Bald schon wechselte Fred zur Flöte und zum Saxophon. Nach dem Krieg gründete er seine eigene Band und spielte ein paar Jahre in Frankreich, wo er auch seine Frau, eine Konzertpianistin, kennen lernte. Er siedelte wieder nach Deutschland um und leitete von nun an eines der beliebtesten Orchester. Es folgten viele Radio- und TV Shows mit ihm. Später formierte er noch eine volkstümliche Kapelle mit dem Namen "Albländer Musikanten". Sowohl mit dieser Kapelle als auch mit seinem Orchester tourte er viele Jahre sehr erfolgreich durch die ganze Welt.

Top im März 2011: "Roses for Anne" ( K.: Scellino Pecuniotti ) - Label: Fred Rabold MP CDFR 7200 "Magical Land"




Dominique Rabold   * 23.11.1944

Nach dem Tod von Fred Rabold führte sein Sohn Dominique die Arbeit seines Vaters fort und leitete von nun an das Orchester. Auch die volkstümliche Kapelle der Albtäler Musikanten setzte ihre Auftritte unter seiner Obhut fort. Mitlerweile besteht das Orchester Fred Rabold länger als fünfzig Jahre und veröffentlichte bis heute eine Vielzahl von Discs.

Top im Mai 2011: "La coquette Odette" ( K.: Carlo Tesche ) - Label: Fred Rabold MP CDFR 3800 "Schwarzwald Impressionen"
Top im Juni 2011: "Ride on the Sea Shore" ( K.: David Salvador ) - Label: Fred Rabold MP CDFR 7200 "Magical Land"




Detlef Rath

Detlef Rath ist als Arrangeur vieler Musiktheaterstücke und Operettenmusik bekannt. Als Dirigent eines eigenen Orchesters tritt er mit einigen Titeln beim bayerischen Musikverlag Raphaele in Erscheinung und ist auch heute noch beim britischen Label "Mozart Edition" präsent. Ob es ich bei dem Orchesterleiter- und Komponistennamen um ein Pseudonym handelt, ist bislang nicht bekannt.

Top im Juli 2016: "Serenade for Lovers" ( K.: Ralf Heninger ) - Label: Apollo Sound APSCD 221 "Test Card 6"




Kai Rautenberg   * 05.11.1939   † 29.05.2013

Kai Rautenberg studierte nach seiner schulischen Laufbahn an der Orchesterschule in Hilchenbach sowie am Konservatorium in Dortmund. In den Jahren von 1969 bis 1971 war er Pianist im Orchester von Paul Kuhn. Danach war er ständiges Mitglied im RIAS Tanzorchester. Daneben begleitete er die Sängerin Hildegard Knef am Klavier und schuf etliche Chansons für sie und viele andere Künstler und Künstlerinnen wie Reinhard Mey, Inge Brück, Brigitte Mira oder Dieter Hallervorden. Er schrieb auch Soundtracks für Filme wie "Die Zwillinge vom Immenhof" oder "Schmetterlinge weinen nicht". Bekannt wurde er u.a. auch durch seine experimentellen Sounds auf der elektronischen Orgel, die er mit seinem Kai Rautenberg Sextett sowie den Continental Strings in Studioproduktionen einspielte.

Top im Dezember 2014: "Big Ben's Daily Special" ( K.: Kai Rautenberg ) - Label: Intersound ISCD 200 "Cheese for the Goodies"




Gordon Ray

Conducted by Horst Reipsch und Fred Spannuth

Das Orchester Gordon Ray wurde von den beiden Jazz Klarinettisten Horst Reipsch und Fred Spannuth ins Leben gerufen. Experimentierfreudige Kompositionstechniken auf der Grundlage von Tanzmusikrhythmen der fünfziger Jahre standen im Mittelpunkt der Aufnahmen dieser Studioformation. Zum ersten Mal nahm dabei auch neben der Klarinette und dem Saxophon die Trompete eine dominierende Position ein. Besonders bei den Tanzschulen waren die Produktionen dieses Orchesters sehr beliebt, weil sie jedes Mal ein abwechslungsreiches Repertoire von Twist bis Beat auf einem einzigen Tonträger boten.

In Memoriam April 1970: "Clap Surf" ( K.: Alf Beckstein ) - Label: Bellaphon BWS 331 "Trumpet Hits à la Carte"




Les Reed   * 24.07.1935

Les Reed ist ein britischer Orchesterleiter, der schon als Kind mit seinem Akkordeon auf der Bühne stand. Mit fünf Jahren bekam er von seinem Vater ein Klavier geschenkt und schon mit vierzehn absolvierte er die Abschlussprüfungen in den Studiengängen Piano, Akkordeon und Vibraphon am London College of Music. Zehn Jahre später gehörte er bereits zur Combo des bekannten Filmmusikkomponisten John Barry. 1962 verließ er die Band wieder und gründete die Les Reed Combo, mit der er zahlreiche Singles einspielte. Er schrieb viele Titel für Tom Jones, den er auch mit seinen Musikern auf Tourneen begleitete. Ebenso zählen Elvis Presley und Bing Crosby zu den Interpreten seiner Songs. Weltberühmt wurde sein Lied "The Last Waltz" mit dem Sänger Engelbert. Auch als Dirigent und Leiter der Londoner und Berliner Philharmoniker machte Les Reed auf sich aufmerksam.

In Memoriam Mai 1970: "The Devil Rides Out" ( K.: Jones / Rudd ) - Label: Chapter One CDX09 "Spanish Armada"
Top im Mai 2016: "There's a Kind of Hush" ( K.: Geoff Stephen ) - Label: London LPDE 1611 "Les Reed Orchestra"




Herbert Rehbein   * 15.04.1922   † 28.07.1979

Herbert Rehbein erhielt bereits im Alter von neun Jahren Musikunterricht am Hamburger Konservatorium. Dort studierte er die Fächer Musiklehre und Violine. Mit neunzehn Jahren wurde er zur Wehrmacht einberufen und gelangte während des Krieges nach Jugoslawien. Nach Kriegsende blieb er dort und erhielt schon bald eine Anstellung als Soloviolinist bei Radio Belgrad und entdeckte dort seine Liebe zum amerikanischen Bigband Sound. 1951 kehrte er nach Deutschland zurück und lernte dort den Musiker Bert Kaempfert kennen, mit dem er zusammen eine Reihe von Melodien schrieb, die schon bald zu internationalen Hits avancierten. 1960 zog Rehbein in die Schweiz und leitete dort einige Jahre das Radioorchester Basel. Für die olympischen Sommerspiele 1972 in Müchen schrieb er die "Olympia Fanfare. Auch komponierte er zahlreiche Erfolgstitel für bekannte Sänger wie Vico Torriani, Karel Gott, Hildegard Knef oder Su Kramer. Mit eigenem Orchester realisierte er mehrere Intrumentalmelodien in den siebziger Jahren.

Top im März 2015: "Beautiful Morning" ( K.: Herbert Rehbein ) - Label: Philips 6435062 "Beautiful Morning"




Kurt Rehfeld   * 14.01.1920   † 15.12.2011

Kurt Rehfeld studierte Musiktheorie, Komposition und Dirigieren an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Seitdem war er als Komponist tätig und arbeitete für verschiedene Rundfunkanstalten im südlichen Deutschland. Mit seinem eigenen Orchester gab er Auftritte und produzierte Schallplatten- und CD-Aufnahmen. Beim ehemaligen Süddeutschen Rundfunk dirigierte er bis 1974 das damalige "Radio-Sinfonieorchester Stuttgart". Als Komponist schrieb er zahlreiche Werke für den Film, für Kammermusik und Orchester.

In Memoriam September 1968: "Wunschträume" ( K.: Kurt Rehfeld ) - Label: Edition Weinberger Archiv
In Memoriam Mai 1969: "Galante Miniatur" ( K.: Kurt Rehfeld ) - Label: Edition Weinberger Archiv
Top im April 2011: "Festa dei Fiori" ( K.: Werner Tautz ) - Label: bliss records 10010 "In the Palace Garden"
Top im Oktober 2011: "Merci" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: bliss records 10010 "In the Palace Garden"
Top im November 2015: "Paris Soir" ( K.: Kurt Rehfeld ) - Label: Edition Weinberger Archiv




Horst Reipsch   * 1925

Pseudonyme: Olaf Norstadt, Martin Laiser, Joe Palmer, Bud Sharkow, Ralph Boston

Horst Reipsch, gebürtig in Magdeburg, prägte nach dem Krieg ganz entscheidend den Musikmarkt in der DDR, bevor er Ende der fünfziger Jahre in den Westen siedelte und einen neuen Start als Komponist und Arrangeur wagte. Mit Erfolg, denn in den Sechzigern landete er einen Hit nach dem anderen und arbeitete mit vielen Künstlern in Rundfunk und Fernsehen zusammen. In seiner eigenen Combo agierte er als Soloklarinettist und Saxophonist und produzierte unter seinen Pseudonymen Olaf Norstad und Martin Laiser etliche Melodien für die Film- und Musikindustrie.

In Memoriam September 1968: "Rendezvous mit Lu" ( K.: Horst Reipsch ) - Label: FAN Archiv
In Memoriam Februar 1969: "The Happy Woodworms" ( K.: Egon Pfrenger) - Label: AGM 7709 "Klarinettenzauber"
Top im Januar 2016: "Slapstick" ( K.: Egon Pfrenger ) - Label: AGM 7709 "Klarinettenzauber"
Top im Mai 2016: "Micky and Macky" ( K.: Laiser / Ackermann ) - Label: AGM 7709 "Klarinettenzauber"




Bruno Ribera

Bruno Ribera ist ein französischer Arrangeur, Komponist und Orchersterleiter. Er studierte an der Berkley Universität in Bosten ( USA ). In Zusammenarbeit mit vielen bekannten Künstlern gilt er als einer der besten Saxophonisten des letzten Jahrhunderts. Für die Filminsustrie schrieb er zahlreiche Titelmusiken, Werbejingles und musikalische Großprojekte wie zum Beispiel Shows am Casino de Paris oder an der Folies Bergère. Er leitet die Olivia Music Productions Ltd. und verwaltet dort über 5000 Titel.

Top im Dezember 2008: "Lara's Theme" ( K.: Maurice Jarre ) - Label: Olivia Archiv




Rudi Risavy

Rudi Risavy lernte schon in seiner frühen Jugend das Flötenspiel. Nach dem Krieg gründete er mehrere kleinere Ensembles, mit denen er wie viele andere Musiker in Bars und Clubs auftrat. Schon bald aber kam mit den "Singenden Geigen" der große Durchbruch. Seine Schallplatten verkauften sich gut und er bekam Angebote von Rundfunksendern und dem gerade ins Leben gerufenen Fernsehen. Bei Saba, später MPS und BASF, aber auch noch danach bis zum Ende des letzten Jahrhunderts spielte Risavy mit vielen bedeutenden Künstlern zusammen. Sein Name erschien immer wieder auf vielen Produktionen der internationalen Schallplattenbranche.

Top im April 2011 und im April 2013: "Miss Annette" ( K.: Risavy / Thusek ) - Label: airlift AL-CD 1012 "Music Melody Mix 1"
Top im November 2011: "Carneval Trumpet" ( K.: Otto Sieben ) - Label: Intersound ISCD 203 "Latin Goodies"
Top im November 2012: "Southern Cross" ( K.: Jan Tyski ) - Label: Intersound ISCD 203 "Latin Goodies"
Top im November 2013: "Six Angels" ( K.: Wolfgang Mäder ) - Label: Airlift AL-CD 1012 "Music Melody Mix 1"
Top im Februar 2016: "Bella Samba" ( K.: John Finten ) - Label: Intersound Archiv
Top im April 2017: "Friendly Memory" ( K.: Chris Baden ) - Label: Studio One SO 4 "The Rudi Risavy Orchestra"




Uli Roever   * 1934   † 1997

Pseudonym: Till Bander

Uli Roever ist ein deutscher Komponist, der in Berlin viele bekannte, aber auch weniger namhafte Melodien schuf. Erstmals im Jahre 1968 wurde Roever auch mit einer eigenen Produktion bekannt, in der er mit Musikern aus der örtlichen Szene auf einer LP hitverdächtige Musikstücke im damals aktuellen Tanzmusiksound einspielte. "Hot Point Orchestra" nannte sich die damals so agierende Formation. Populär wurde Roever allerdings erst zu Beginn der achtziger Jahre, als er zusammen mit dem Komponisten Michael Korb eine Vorlage zur Ablösung der schottischen Nationalhymne "Flower of Scotland" einreichte. "Highland Cathedral" wurde in Deutschland ein Hit, der von den Sendern tagtäglich mehrmals gespielt wurde.

In Memoriam Juni 1982: "Highland Cathedral" ( K.: Uli Roever / Michael Korb ) - Label: SFB Archiv




Roger Roger   * 05.08.1911   † 12.06.1995

Pseudonyme: Eric Swan, Cecil Leuter, Henri Giordano, Freddy Alberti

Roger Roger war ein französischer Filmkomponist und Bandleader. Geboren in Rouen in der Normandie begann er seine musikalische Karriere als Komponist für Titelmelodien erfolgreicher Filme in den dreißiger Jahren. Zu internationalem Ruhm gelangte er aufgrund seiner Pantomime Sequenzen im Film "Die Kinder aus dem Paradies", die er im Jahre 1944 schrieb. Darüber hinaus komponierte er viele Instrumentaltitel für diverse Radiostationen in ganz Europa. Seine Melodien wurden auch in der Zeit nach dem Krieg noch lange immer wieder neu aufgelegt. Noch bis in die siebziger Jahre agierte er unter verschiedenen Pseudonamen und trat als Leiter verschiedener Ensembles wie der "Mister Popcorn's Band", dem "Westway Novelty Orchestra" oder dem "Roger Roger Ensemble" auf.

In Memoriam Juli 1974: "Chelsea Chick" ( K.: Patrick John Scott ) - Label: Southern Library Music LP 19




Ilja Romanoff

Conducted by Hans Ehrlinger und Hugo Strasser

Das Orchester Ilja Romanoff ist ein Aliasname und wurde für eine Studioproduktion des Labels "Karussell" kreiert. Es bestand aus hochkarätigen Musikern um den Posaunisten Hans Ehrlinger, der in dieser Formation auch die Posaune spielte. Auch bei den Kompositionen war Ehrlinger beteiligt und arrangierte die Melodien in einer sehr ausdrucksstarken Weise, indem er die E-Gitarre und das Schlagzeug im Vordergrund teilweise auch solistisch agieren ließ. Die Musiker waren zum großen Teil dem Orchester Hugo Strasser entliehen.

In Memoriam Mai 1969: "Kleine Maruschka" ( K.: Kilian / Roeper ) - Label: Karussell Archiv "Das Lied vom Don"




Marcel Rondeau   * 1924   † 2014

Real Name: Hubert Deuringer

Eigens für eine einzige Schallplattenreihe entstand der Pseudoname Marcel Rondeau, mit dem der Akkordeonist Hubert Deuringer zusammen mit Freunden verschiedene Titel in einem schwäbischen Tonstudio aufnahm. Dabei handelt es sich in erster Linie um volkstümlich arrangierte Melodien, gespielt von einem mit Akkordeon dominierten Ensemble,die mit Schlagzeug und Percussions einen besonders pfiffigen Touch erhielten. Sie erschienen zunächst nur als Bandaufnahmen für die Rundfunksender, kamen dann aber auch auf die vielen Nachfragen der Hörer hin auch als Singles auf den Markt. Später konnte man auch nochmal als Zweitverwertung auf verschiedenen Langspielplatten diverser Interpreten begegnen.

Top im März 2016: "Berliner Weiße" ( K.: Chris Baden ) - Label: Fan Records Archiv



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