Hartmut Amberg Musikproduktion



Die besten Komponisten, Bandleader, Orchesterleiter




Dave Daffodil   * 24.11.1922   † 26.01.1994

Real Name: Josef Niessen

Hinter dem Pseudonym Dave Daffodil verbirgt sich der Kirchenmusiker, Komponist und Arrangeur Josef Niessen. In Köln und Berlin hatte er das Fach Musik studiert und war von 1945 bis 1969 der Leiter des Bayerischen Rundfunkorchesters. Er schrieb für zahlreiche Künstler des deutschen Schlagers die Melodien und produzierte auch für Film und Fernsehen viele Titel- und Erkennungsmusiken. Als Dave Daffodil produzierte Niessen für das UFA Label Mitte der sechziger Jahre Melodien im damals beliebten samtweichen Saxophonorchester Sound.

In Memoriam August 1969: "Front Page" ( K.: Josef Niessen ) - Label: UFA 108856-000 "Front Page"
Top im Februar 2015: "Sunny" ( K.: Josef Niessen ) - Label: Champagne Music 100005 "On the Road '88"
Top im April 2016: "When You Smile" ( K.: Sattler / McDonald ) - Label: Ariola 88063 OT "On the Road Again"
Top im November 2016: "Song Sung Blue" ( K.: Neal Diamond ) - Label: SR International 62428 "Super Stereo Hit Party"
Top im Januar 2017: "Snoopy" ( K.: Gianni Bedori ) - Label: Ariola 13798 AT "Orchester Dave Daffodil"




Syd Dale   * 20.05.1924   † 15.08.1994

Pseudonym: Dali Caldi

Syd Dale, englischer Komponist, Arrangeur und Bandleader, begann mit sechzehn Jahren eine Lehre in einer Schokoladenfabrik. Drei Jahre später verließ er jedoch seinen Arbeitsplatz und gründete eine Band, in der er mit mehreren Gleichgesinnten in den Folgejahren mit Schlagwerk und Tasteninstrumenten agierte. 1971 schuf er ein eigenes Plattenlabel und veröffentlichte viele seiner Kompositionen und Arrangements. Auch für die Filmindustrie, für Fernsehen und Radio war er aktiv. Viele seiner Titel erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit.

In Memoriam Juli 1971: "Knock on Wood" ( K.: Syd Dale ) - Label: Amphonic Music Archiv Top im Februar 2015: "Falling in Love Again" ( K.: Friedrich Hollaender ) - Label: Go Ahead Music Archiv "Love isn't just for the Young"
Top im November 2016: "Mit Musik geht alles besser" ( K.: Werner Bochmann ) - Label: UFA 330 "Oldies Intrumental Vol. 9"




Dave's Funny Bones  

Conducted by: Wolfgang Mäder   * 10.01.1924

Unter diesem Pseudonamen spielte der Komponist und Musikproduzent Wolfgang Mäder zum Ende der sechziger Jahre mit ein paar befreundeten Musikern mehrere Titel - überwiegend aus dem Volksliedergut - im damals aktuellen Discosound ein. Besetzt waren die Stücke mit Melodikas, Blechblasinstrumenten und Schlagzeug. Heute sind diese Aufnahmen nur noch sehr selten zu bekommen.

Top im Dezember 2013: "Petti Pat" ( K.: Brenk ) - Label: raphaele records RRL 10875 "John Wallis u.a."




Georges Delagaye   * 24.04.1937   † 01.09.2012

Pseudonyme: Claude Pinot, René Felser

Gebürtig in Flandern, lag Georges Interesse zunächst im Studium der Kunstgeschichte. Bald aber zog es ihn ins Konservatorium nach Antwerpen, wo er u.a. auch Unterricht im Posaunenspiel nahm. Seine ersten öffentlichen Auftritte hatte er in Skandinavien, wo er auch in einem Tanzorchester mitspielte. Später tingelte er von Band zu Band und begleitete bekannte Künstler wie Udo Jürgens, Gilbert Bécaud, Caterina Valente und viele andere. Obwohl festes Mitglied im Orchester Hugo Strasser, trat er auch immer wieder als Solist oder Leiter kleinerer Ensembles auf und erzielte mit seinem Spiel große Erfolge im In- und Ausland. Bis zuletzt war er in und um München ein sehr gefragter Posaunenlehrer.

Top im April 2012: "Down to Carolina" ( K.: H. Reipsch / A. Beckstein ) - Label: Apollo Sound ASCD 219 "TestCard 5"
Top im September 2012: "El Camino" ( K.: Georges Delagaye ) - Label: Apollo Sound ASCD 215 "TestCard 4"
Top im Januar 2013: "Dream in Purpur" ( K.: Georges Delagaye ) - Label: Apollo Sound ASCD 215 "TestCard 4"




Roberto Delgado   * 05.11.1919   † 23.01.1996

Real Name: Horst Wende

Unter dem Pseudonym Roberto Delgado nahm der Musiker Horst Wende in den füfziger und sechziger Jahren verschiedene Titel für das Label Polydor der Deutschen Grammonphon Gesellschaft auf. Wende, der schon im Alter von nur sechs Jahren im Orchester seines Großvaters Klavier und Xylophon spielte,studierte nach seiner Schulzeit am Landeskonservatorium in Leipzig Musik. In der Nachkriegszeit zog Wende nach Hamburg, wo er mit seinem Freund Ladi Geisler und einigen anderen Musikern eine Band gründete, mit der er in St. Pauli aufspielte. Nachdem die Schallplattenindustrie auf ihn aufmerksam geworden war, begleitete er zahlreiche Schlagersängerinnen und landete damit einen Hit nach dem anderen. In den siebziger Jahren produzierte er überwiegend instrumentale Titel, mit denen er auch weltweit großen Erfolg verbuchte.

Top im März 2015: "Hurricane" ( K.: Christian Bruhn ) - Label: Polydor 5498772 "Lounge Legends"
Top im Juli 2015: "Letkiss" ( K.: Rauno Lehtinen ) - Label: Polydor 237446 "Letkiss - der Tanz von heute"
Top im Juli 2015: "Ela Ela" ( Arr.: Roberto Delgado ) - Label: Polydor 2371404 "Fiesta"
Top im August 2015: "Vaya Con Dios" ( K.: Larry Russell ) - Label: Polydor 2630093 "Latin Dance Party"
Top im September 2016: "Cielito Lindo" ( Arr.: Horst Wende ) - Label: Polydor 249272 "Marimba à la Carte"
Top im März 2017: "Rummel Bummel" ( K.: Roberto Delgado ) - Label: Polydor 52618 "Rummel Bummel"




Mirko Delmonte   * 1957

Real Name: Mirko Lostak

Dieser Name ist ein Pseudonym und steht für den Komponisten und Musikpädagogen Mirko Lostak. Dieser studierte an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt mit Hauptfach Gitarre bei Professor Michael Teuchert und belegte anschließend den Studiengang „Künstlerische Ausbildung“ bei Heinz Teuchert an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt. Sein Musikstudium absolvierte er als staatlich examinierter Musiklehrer für künstlerisches Gitarrenspiel. 1978 konnte er mit seiner ausgereiften und sicheren Spieltechnik beim internationalen Gitarrenwettbewerb in Mailand überzeugen und erreichte den 1. Preis der italienischen Phonoindustrie. Es folgten Jahre erfolgreicher Konzert- und Kompositionstätigkeit im Bereich der klassischen Musik bis hin zur gehobenen Unterhaltungsmusik sowie Werbespots für Rundfunk und Fernsehen. Bereits mehr als 25 Jahre ist er ebenso erfolgreich als Musikpädagoge tätig. Mirko Lostak leitet heute die Musikschule in Kahlgrund.

Top im Januar 2013: "The Song of the Wind" ( K.: Mirko Lostak ) - Label: Phon & Ton PTCD 020 Pho "Guitar Paintings"




Franz Deuber   * 1918

Franz Deuber spielte schon im Kindesalter Violine. Nach seinem Musikstudium gründete er das Franz Deuber Streichquartett, mit dem er schon vor dem zweiten Weltkrieg große Erfolge verzeichnen konnte. In den fünfziger Jahren leitete er mehrere Rundfunkorchester, mit denen er auch unter seinem eigenen Namen bei verschiedenen Musikverlagen viele Titel einspielte. Auch begleitete er viele damalige Künstler bei ihrer Karriere in Film und Fernsehen. Als ständiger Solist in seinem Streichorchester fungierte Jimmy Thanner als Klarinettist, so auch bei der unten aufgeführten Aufnahme "Dorina" aus dem Jahre 1968.

In Memoriam April 1967: "Im Heurigenstüberl" ( K.: Leo Cunita ) - Label: Saba 15103 ST "Ungarwein und Wiener Charme"
In Memoriam Juli 1968: "Canzonetta d'un Amore" ( K.: Claude Carrasu ) - Label: Sonoton Archiv
In Memoriam September 1968: "Dorina" ( K.: H. Glock / J. Bayer ) - Label: Auditon Archiv




Hubert Deuringer   * 18.01.1924   † 16.06.2014

Pseudonyme: Doringo, Pedro Martinelli, Herbert Martin Schäfer, James Herb Ensor, Klaus Hellstern, Andy Rittweg, Marcel Rondeau

1945 begann Hubert Deuringer als Akkordeonist bei „Radio Stuttgart“. 1947 wechselte er zum neu gegründeten Südwestfunk in Baden-Baden und leitete bereits ein Jahr später das Tanzstreichorchester des SWF. Ab 1951 wurde Hubert Deuringer unter Vertrag genommen. Es folgten Aufnahmen bei Odeon, danach bekam er Exklusivverträge bei Teldec, Polydor und Center Records. In zahlreichen Fernsehsendungen war Hubert Deuringer in den 1950er und 1960er Jahren als Solist und Orchesterleiter zu sehen. Wie kaum ein anderer gab er dem Akkordeonspiel seine persönliche Note und prägte damit einen unverwechselbaren Jazzstil auf diesem Instrument. Danach dirigierte er das Rundfunkorchester des SWF und war Dozent für Akkordeon-Stilistik und Improvisation am Hohner-Konservatorium in Trossingen. 1964 erhielt er für seine Verdienste um die Volksmusik die Hermann-Schittenhelm-Medaille. Ende der sechziger Jahre produzierte Deuringer unter dem Pseudonym "Doringos Latin Doodle Band" eine Schallplatte mit Musikstücken, die aus einer bis dahin nicht existenter Symbiose aus lateinamerikanischer Folklore, Jazz- und europäischen Tanzmusikelementen bestanden.

In Memoriam Mai 1968: "Schornsteinfeger Polka" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: MPS Archiv "Swing and Marchin' Around"
In Memoriam Oktober 1970: "Vagabunden Marsch" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: MPS Archiv "Swing and Marchin' Around"
Top im September 2015: "Stelldichein beim Wein" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: Ring Music Archiv
Top im April 2016: "Spinnstuben Walzer" ( K.: Hellstern / Schlinck ) - Label: Ring Music Archiv
Top im März 2017: "Olympia Polka" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: Ring Music Archiv
Top im April 2017: "Dancing Evergreens" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: Bear Family BCD 17553




Larry Dicksen   † 2012

Real Name: Dirk Schweppe

Unter dem Namen "Larry Dicksen's Dancing Guitars" veröffentlichten die Komponisten und Arrangeure Horst Reipsch und Dirk Schweppe mehrere Titel, die instrumental auf dem Zusammenspiel von Flöten, Klarinetten und Gitarren basierten. Durch den Einsatz einer Natur- und einer spanischen Gitarre sowie eines Banjos sollten diese Melodien einen besonderen Klangcharakter erhalten. Die Komponisten, die bei diesen Stücken unter verschiedenen Pseudonamen erscheinen, sind auch gleichzeitig die Interpreten. So wurden die Titel in mehreren Arbeitsgängen von dem Duo hintereinander eingespielt. Das Ergebnis kann sich hören lassen: Schöne, eingängige Musik in einer klanglich und rhythmisch intreressanten Vielfalt.

Top im Oktober 2016: "French Flair" ( K.: Bud Sharkow ) - Label: Europhon ECD 5109 "Larry Dicksen's Dancing Guitars"




Carlos Diernhammer   * 31.07.1931   † 31.05.2000

Pseudonyme: Sid Sidney, Peter Covent, Ralph Manning, Pedro Gonzales, Charlie Steinmann, Stan Erivan, Art Miles, Ray Connell

Carlos Diernhammer ist einer der vielseitigsten Musiker des letzten Jahrhunderts gewesen. Er komponierte unzählige Titel, leitete unter verschiedenen Pseudonymen mehrere Orchester und war bei vielen Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. Man findet ihn unter dem Namen Charlie Steinmann, der u.a. für den Orchesterleiter Max Greger die Arrangements schrieb und auch als Pedro Gonzales mit einer Formation, die auf lateinnamerikanische Tänze spezialisiert war und bis heute ein einzigartiges Klangbild prägte.

In Memoriam Mai 1968: "Return" ( K.: Carlos Diernhammer ) - Label: Raphaele Records 10775 "Carlos Diernhammer u.a."
In Memoriam Februar 1969: "The Trusty Cossack" ( K.: Helmuth Brandenburg ) - Label: Ember Music ERL 3344 "Mood Music Library"
In Memoriam Februar 1971: "Boulevard Magazine" ( K.: Carlos Diernhammer ) - Label: Berry Music Ltd "Studio 1 Vol 7"
Top im August 2013: "Lavendel" ( K.: Jean Gaze ) - Label: Raphaele Records 10950 "Francis Broke u.a."
Top im März 2016: "Die Modenschau" ( K.: Schultz ) - Label: Raphaele Records 10900 "Jack Wolfe u.a."
Top im April 2017: "Teddy's Love" ( K.: Stan Erivan ) - Label: Ring Music Archiv




Stephan Diez   * 06.01.1954   † 05.02.2017

Pseudonym: Anton Kristan, Peter Bento, Ricardo Alves

Stephan Diez, in Berlin geboren und aufgewachsen, besuchte 1969 den Sommerjazzkurs in Remscheid , spielte 1973 mit der Krautrock-Band Agitation Free und trat aber auch mit Jazztrack auf. 1974 wurde er Mitglied von Harald Banters Mediaband. 1975 und 1976 spielte er in der Chris Hinze Combination. 1978 gründete er seine eigene Formation Mirrors mit Ack van Rooyen, Gary Todd, Todd Canedy, später Johannes Faber, Heiri Känzig und Lala Kovacev. In den Folgejahren trat er europaweit mit diversen Bands, unter anderem mit Dieter Reith, auf und arbeitete seit 1980 als Studiomusiker, Komponist und Arrangeur in München. Ab 1987 begleitete er für drei Jahre Konstantin Wecker, ging aber auch mit Mercedes Sosa und Joan Baez auf Tour. Seit 1990 ist er Mitglied der NDR Bigband. Zugleich wurde er als Professor für Jazzgitarre an die Hochschule für Musik und Theater Hamburg berufen.

Top im Dezember 2010: "Once Upon A Time" ( K.: Stephan Diez ) - Label: Intersound ISCD 137 "Hello Sunshine"




Adax Dörsam   * 07.08.1955

Adax Dörsam ist ein Gitarrist, der sein Instrument auf ganz unkonventionelle Weise dazu benutzt, außergewöhnliche Sounds zu kreieren. Dabei lehnt er sich allerdings nicht an übliche Trends an, sondern versucht, folkloristische Erfahrungen, die er auf seinen Reisen durch die vielen L%auml;nder der Erde macht mit den traditionell europäischen Kompositionstechniken zu verknüpfen. Das Ergebnis sind Melodien, die manchmal etwas gewöhnungsbedürftig anmuten, aber einen unverwechselbaren schönen Klangeindruck hinterlassen. Es lohnt sich, die Musik eines Alex Dörsam, der viele seiner Lieder auch zusammen mit seinen Brüdern Matthias ( Klarinette ) und Franz Jürgen ( Bassoon ) im Trio spielt, kennen zu lernen.

Top im November 2006: "In Malaga" ( K.: Adax Dörsam ) - Label: Happy Records HR 2317-3 "Guitar Kaleidoscope"
Top im Januar 2016: "Lazy Ukulele" ( K.: Adax Dörsam ) - Label: Herder "Guitar around the World"
Top im Januar 2016: "Moorea Strandleben" ( K.: Adax Dörsam ) - Label: Herder "Guitar around the World"




Ralph Dokin

Real Name: Gerd Schmidt

Ralph Dokin ist ein Aliasname, hinter dem sich der Orchesterleiter, Komponist und Arrangeur Gerd Schmidt verbirgt. Da bislang kaum etwas Biographisches über ihn in Erfahrung gebracht werden konnte, sei nur soviel vermerkt, dass er in den sechziger Jahren eine Vielzahl von aus Rundfunk und Fernsehen bekannten Sängerinnen und Sänger vorwiegend in den Studios begleitet hat. Besonders unter seinem Pseudonym gab es viele Instrumentalversionen schon bekannter Hits.

Top im August 2015: "Western Train" ( K.: Gerd Schmidt ) - WDR Archiv




Doringo   * 18.01.1924   † 16.06.2014

Real Name: Hubert Deuringer

Unter diesem Pseudonym brachte der Berufsmusiker Hubert Deuringer beim Label BASF eine Reihe von Musikstücken heraus, die auf lateinamerikanischen Melodien und Rhythmen basierten. Bei der Realisation dominierte eine Holzflöte, im Klang ähnlich einer Okarina, als Soloinstrument im Vordergrund. Begleitet wurde sie von einer Rhythmusgruppe und einer ziemlich fetzig agierenden Hammondorgel. Diese Formation nannte Deuringer "Doringo's Latin Doodle Band". Ein Sound, wie er bis heute nicht wieder zu finden ist.

In Memoriam April 1969: "Latin Doodle Beat" ( K.: Hubert Deuringer ) - Label: BASF 2021286-6 "Party in Rio"
Top im August 2015: "Paschanga Brazil" ( K.: Hans Martin Schäfer ) - Label: Chichester Hospital Radio CHRCD 2 "Lost in Transmission"
Top im Januar 2017: "Gringos" ( K.: Klaus Hellstern ) - Label: BASF 2021286-6 "Party in Rio"



Kurt Drabek   * 1912   † 22.03.1995

Pseudonyme: Carl Bartsch, Pierre Blanchard

In Berlin geboren und aufgewachsen, lernte Kurt Drabek schon im Grundschulalter Klavier, Violine, Klarinette und Bass spielen. Nach der Schulzeit hätte er gern auch Musik studiert, doch er bekam keinen Studienplatz. So ging er 1932 einen Vertrag mit einem Showorchester ein, der ihm einen bescheidenen Lebensunterhalt sicherte. Ein Jahr später bekam er ein Angebot des Orchesters Adalbert Lutter, dort Saxophon und Akkordeon zu spielen. Während dieser Zeit entstanden die ersten Kompositionen Drabeks. Nach dem Krieg begann er mit einem kleinen Ensemble, in amerikanischen Clubs Unterhaltungsmusik zu spielen. Ab 1947 folgten dann die ersten Rundfunksendungen beim RIAS Berlin und Schallplattenaufnahmen bei Imperial. Den großen Durchbruch zur nationalen Bekanntheit erzielte er unter seinen Pseudonamen mit der kleinen Cornelia Froboess, die er mit seinem Akkordeon und später auch mit seinem eigenen Orchester begleitete. Zusammen mit dem Orchesterleiter Willy Berking folgten zahlreiche Tourneen. Für Film, Funk und Fernsehen sowie für die Werbeindustrie komponierte er viele Melodien, u.a. die Melodien für das Berliner Telebärchen. 1974 zog sich Drabek aus dem Musikerleben zurück.

In Memoriam Oktober 1968: "Hättest du ein Telefon" ( K.: Walter Friedrich Ruff ) - Label: Testa Archiv



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