Hartmut Amberg Musikproduktion



Die besten Komponisten, Bandleader, Orchesterleiter




Lee Allen   * 02.07.1926   † 18.10.1994

In Pittsburg / Kansas geboren und in Denver aufgewachsen, kam Lee Allen in den vierziger Jahren nach New Orleans, wo er Kurse in Musik und Sport belegte. Ab 1947 spielte er das Saxophon in der Band von Paul Gayten, um damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Schon kurze Zeit später war er Sidman von Fats Domino, Little Richard und Smiley Lewis. Ab 1956 versuchte sich Allen als Solosaxophonist und bekam einen Vertrag bei Ember Records. In den sechziger Jahren arbeitete er bei einer Luftfrachtfirma, bevor er sich wieder der Gruppe Fats Domino anschloss. In den siebziger und achtziger Jahren hatte Allen noch viele Bühnenauftritte, u.a. mit den Gruppen Stray Cats und The Blasters.

In Memoriam September 1969: "Walking with Mr. Lee" ( K.: Lee Allen ) - Label: Ember Records Archiv




Herb Alpert   * 31.03.1935

Herb Alpert spielte in seiner Jugend in mehreren Bands seiner Heimatstadt Los Angeles die Trompete. In den fünfziger Jahren formierte er eine eigene: Die Tijuana Brass Band. 1962 schaffte er mit ihr den großen Durchbruch, gründete sein eigenes Plattenlabel und konnte mit seinem typischen mexikanisch folkloristischen Tijuana Sound Millionen Tonträger verkaufen. Zum Ende der sechziger Jahre versuchte sich Alpert auch mit vokalen Titeln und hatte damit enormen Erfolg. Im darauf folgenden Jahrzehnt trennte er sich von seiner Band, worauf es sehr still um den Musiker wurde. Erst zu Beginn der achziger konnte er mit einem neuen instrumentalen Jazz Stil und dem Album "Rise" wieder Erfolge verbuchen. Rückblickend verkaufte Alpert über siebzig Millionen Platten und CDs und erhielt im Laufe der Jahre für sein Werk acht Grammy Awards.

In Memoriam September 1969: "Struttin' with Maria" ( K.: Herb Alpert ) - Label: Shout! Factory SF 102605 "Trumpet Stars"
Top im Juli 2015: "A Taste of Honey" ( K.: Scott / Marlow ) - Label: AM Records SP 4110 "Whipped Cream & Other Delights"
Top im Oktober 2015: "Take the A Train" ( K.: Bill Strayhorn ) - Label: Herb Alpert Presents HRB 001 "Come Fly with Me"
Top im Juni 2016: "Fantasy Island" ( K.: Herb Alpert ) - Label: AM Records AMS 9156 "Magic Man"
Top im August 2016: "Monday Monday" ( K.: John and Michelle Phillips ) - Label: AM Records SP 4146 "The Beat of Brass"
Top im März 2017: "Casino Royale" ( K.: Hal David ) - Label: AM Records AMK 1735 "Casino Royale"




Maurice André   * 21.05.1933   † 25.02.2012

André Maurice wurde in Alès / Südfrankreich geboren. Nach seiner Schulzeit begann er, während er eine Lehre als Bergmann absolvierte, das Spiel auf der Trompete zu erlernen. Schon bald ermöglichte ihm sein Vater, der ebenfalls im Bergbau arbeitete, eine Ausbildung am Pariser Konservatorium, wo André schon nach kurzer Zeit bei Vorspielabenden für seine Leistungen mehrere Auszeichnungen erhielt. Ab 1955 wirkte er als Solotrompeter im Orchestre Lamoureux mehrere Jahre. 1963 wurde er beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München zum Sieger gekürt. Von 1967 bis 1973 hatte er einen Lehrauftrag am Consevatoire de Paris. Auf über 250 Schallplatten, die vor allem die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts vermischt mit Elementen der Neuzeit präsentierten, bewies er eine ungeheure Vielfalt in der Darstellung und Interpretation auf seiner Trompete.

Top im Januar 2015: "Fascinating Rhythm" ( K.: George Gershwin ) - Label: EMI Electrola Archiv
Top im Oktober 2016: "Les Feuilles Mortes" ( K.: Joseph Kosma ) - Label: Music for Pleasure 2M02613427 "La Fabuleuse Trompete"




Lem Arcon   * 1921

Schon im Alter von acht Jahren versuchte sich der Schüler Lem Arcon in Sachen Komposition. Er erlernte das Klavierspiel und war in der folgenden Zeit Mitglied einer Schülerband, in der er verschiedene Instrumente wie zum Beispiel auch das Schlagzeug bediente. Kurz nach dem Krieg gründete er eine eigene Band, arrangierte Musikstücke für das RIAS Orchester in Berlin und war ansonsten freischaffend für den Rundfunk, die Filmindustrie und das aufkommende Fernsehen tätig. Ab 1973 fungierte er als Manager beim Chappell Musikverlag. Daneben schrieb er zahlreiche Titel sowohl für die bekannten Interpreten dieser Zeit als auch für die Werbeindustrie.

Top im Februar 2013: "If I Dream" ( K.: Ted Richards ) - Label: Apollo Sound APSCD 212 "Test Card 3"




Henry Arland   * 02.09.1945

Pseudonym: Heinz Mühlbauer

Henry Arland, Sohn des Komponisten Rolf Arland, lernte schon als Kind Klarinette spielen. Nach der Schule studierte er an der Hochschule für Musik und Theater München und machte dort sein Examen. Anschließend wurde er Lehrer und Leiter der Musikschule in Prien am Chiemsee. Bei der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix der Volksmusik 1990 trat Henry Arland mit dem Titel Heide-Lied auf, konnte sich jedoch nicht für das Finale qualifizieren. 1993 trat Henry erstmals gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Maxi und Hansi in der volkstümlichen Hitparade im ZDF bei Carolin Reiber auf. Das Trio belegte den ersten Platz. Danach waren sie mehrmals zu Gast bei volkstümlichen Fernsehsendungen. Die drei Arlands nahmen am Grand Prix der Volksmusik 1994 teil und konnten mit dem von Henry Arland selbst komponierten Titel Echo der Berge den Sieg des Grand Prix nach Deutschland holen. Das Repertoire des Arland-Trios umfasst volkstümliche Musik, aber auch Jazz, Blues und Operettenmelodien. 1995 zog Henry Arland nach Berlin. Heute lebt er mit seiner Familie in Ahrensfelde.

Top im Dezember 2010: "A Clarinet's Lullaby" ( K.: Robert Brillant ) - Label: Koch International CD 323111G1 "Yesterday Vol.3"
Top im September 2014: "Aranjuez" ( K.: Joaquin Rodrigo ) - Label: RCA PL28301 "Romantic Dreams for Lovely Moments"
Top im Oktober 2015: "Muskrat Ramble" ( K.: Kid Ory ) - Label: Tyrolis 1795187 "Henry mit seiner goldenen Klarinette"
Top im März 2016: "Mein schönster Traum" ( K.: Henry Arland ) - Label: Philips 345887 PF "Mein schönster Traum"
Top im August 2016: "Delicado" ( K.: Waldyr Azevedo ) - Label: Jupiter Records 13434AT "Delicado"




Hans Georg Arlt   * 03.02.1927   † 11.07.2011

Nach ein paar Erfahrungen mit dem Klavier im Vorschulalter begann Hans Georg Arlt mit sechs Jahren, das Spiel auf der Violine zu erlernen. Sein Vater, ein Musiklehrer, förderte ihn auf diesem Instrument, bis er im Alter von sechzehn Jahren ein Studium an der Beliner Hochschule für Musik begann. Ab 1946 war er Konzertmeister beim RBT Orchester. In den Jahren von 1950 bis 1958 spielte er im RIAS Tanzorchester unter der Leitung von Werner Müller. Als Solist trat er ab 1959 im In- und Ausland auf und wirkte bei vielen Schallplattenaufnahmen mit. Bis in die späten siebziger Jahre war Arlt Konzertmeister beim Orchester des Radio Forces Francaises de Berlin. Von 1978 an war er der musikalische Leiter des Theater des Westens in Berlin.

In Memoriam September 1968: "Chaconne" ( K.: Edmund Kötscher ) - Label: BMG Ariola Archiv
In Memoriam Dezember 1968: "Die Frau fürs Leben" ( K.: Siegfried Ulbrich ) - Label: SFB Archiv
In Memoriam Mai 1969: "Lausbub" ( K.: Paul Woitschach ) - Label: Woitschach Verlagsproduktion
In Memoriam Juli 1970: "Swedish Sin" ( K.: Fritz Schulz-Reichel ) - Label: SFB Archiv
Top im Mai 2014: "Goofus" ( K.: King / Harold ) - Label: tip Archiv
Top im Februar 2015: "Wives and Lovers" ( K.: Burd F. Bacharach ) - Label: Duophon 8851279 "Musik liegt in der Luft"




Claude Armand

Conducted by Werner von Overheidt u.a.

Im Jahre 1968 plante eine Gruppe von Musikern des Orchesters Werner von Overheidt ein Projekt, das zum Ziel hatte, das Flair eines Zirkusensembles mit dem qualitativen Anspruch der damaligen Easy Listening Musik zu verbinden. In den Villinger MPS Studios nahm man schleßlich mehrere Titel verschiedener Komponisten mit dem entsprechenden Sound der magischen Künste auf. Das Projekt lief unter dem Namen "Orchester Claude Armand". Da man jedoch für die meisten Musikstücke lediglich sieben Musiker brauchte, nannte man sich auch "The Happy Seven". Die sehr wirkungsvoll klingenden Titel dieser Gruppe blieben bedauerlicherweise eine Einzelaktion.

In Memoriam Oktober 1968: "Zick - Zack" ( K.: Konrad Wolf ) - Label: Center 17021 ST "Hoppla Mr. Jux"




Francois d'Armand

Obwohl das Musette Ensemble Francois d'Armand eine der ganz wenigen Musikgruppen war, die in ihrer Spielweise den Flair der Pariser Musikkultur in seiner originären Weise perfekt zu kopieren wusste, gab es zum Ende der sechziger Jahre nur wenige Titel, die auf einigen Tonträgern veröffentlicht wurden. Dabei konnte bislang nicht geklärt werden, ob es sich bei dem Namen des Ensembleleiters um ein Pseudonym handelt, hinter dem sich möglicherweise die Akkordeonisten Willi Gräff und Wal Barny verbergen.

In Memoriam Oktober 1968: "La belle Marianne" ( K.: Wal Barny ) - Label: mfp 1M146-31193/194 "Happy Akkordeon"
In Memoriam April 1969: "Paris im Mai" ( K.: Ralph Bexter ) - Label: EMI Electrola Archiv
Top im Januar 2016: "Der Zauber von Paris" ( K.: Wal Barny ) - Label: mfp 1M146-31193/194 "Happy Akkordeon"




John Asman   * 1927

Real Name: Siegfried Rosenow

Unter dem Aliasnamen John Asman nahm Igor Rosenow mit seinen Studiomusikern, auch als "Roseroom Dance Band" bekannt, eine Reihe von Titeln für den Merco Musikverlag auf. Die unter diesem Namen veröffentlichen Produktionen tragen im Hinblick sowohl auf die Struktur der Melodien als auch auf den gesamten Sound seine unverkennbare Handschrift: Easy Listening mit leicht klassischem Einschlag.

Top im September 2011: "Regine mon amour" ( K.: Albert Walther ) - Label: Merco Archiv
Top im November 2011: "Soft Emotions" ( K.: Artur Syrow ) - Label: Bronco CD 900571 "Bouncy Greetings"
Top im Februar 2012: "Remember Jo" ( K.: Roland Morée ) - Label: Merco CD 890632 "A Splendid Morning"
Top im November 2013: "Last Letter" ( K.: Klaus Hugo ) - Label: Merco CD 890630 "Picobello"
Top im Februar 2014: "Avec Plaisir" ( K.: Roland Moree ) - Label: Merco CD 890636 "Avec Plaisir"
Top im Februar 2017: "Disco Concerto" ( K.: Jo Chimnov / Raimond Erbe ) - Label: Bronco 87055 "Happy Message"




Svend Asmussen   * 1916   † 2017

Svend Asmussen, in Kopenhahen geboren, bekam im Alter von sieben Jahren Geigenunterricht. Mit siebzehn Jahren begann er, zunächst auf Kreuzfahrtschiffen mit seiner Violine in kleinen Ensembles zu spielen, um danach auch in Ländern wie England, Frankreich und Deutschland aufzutreten. Mit Unterbrechung durch den zweiten Weltkrieg startete er mit der Aufnahme mehrerer Schallplattenproduktionen eine beispiellose Karriere mit Auftritten quer durch Europa. Ende der fünfziger Jahre gründete er das Sve Danes Trio mit dem Gitarristen Ulrik Neumann, das besonders in Skandinavien sehr erfolgreich war. Zu Beginn der sechziger Jahre nahm Asmussen in den USA mehrerer Produktionen auf, u.a. mit Benny Goodman, Lionel Hampton und Duke Ellington. Am Ende des Jahrzehnts zog es ihn wieder nach Europa, wo er eine enge Zusammenarbeit mit dem Orchesterleiter und Komponisten Dieter Reith begann. Bis in die späten achtziger Jahre war Asmussen, der die Jazzszene in Europa ganz entscheidend beeinflusst hat, ständiger Gast in vielen Fernsehshows der skandinavischen Fernsehsender.

In Memoriam November 1968: "On Rocking Rocks" ( K.: Dieter Reith ) - Label: Ring Tonbandarchiv
In Memoriam Oktober 1973: "My Black Brother" ( K.: Svend Asmussen ) - Label: Ring Tonbandarchiv
Top im Mai 2016: "Whispering" ( K.: Schoenberger / Coburn / Rose ) - Label: Odeon D 431 "Skandia Trio"









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