Hartmut Amberg Musikproduktion



Die besten Komponisten, Bandleader, Orchesterleiter




Kay Farmer   * 1932

Real Name: Rudy Bauer

Kay Farmer ist ein Aliasname für den Komponisten Rudy Bauer. In München geboren, schrieb er nach dem Krieg viele erfolgreiche Melodien und Arrangements für schon bekannte Orchester und Sängerinnen wie Alexandra, Su Kramer oder Ellen Prett. In den sechziger Jahren produzierte er auch die Instrumentalversionen seiner Kompositionen. Orchester Kay Farmer nannte er die Studioformation, die auch gleich die Playbackversionen seiner Lieder für die Sängerinnen und Sänger bei den Auftritten im Fernsehen oder auf der Bühne lieferte. Zeitweise konnte man diese Playbacks auch als Tanzmusik Schallplatten erwerben.

In Memoriam September 1969: "Du bist der Hahn im Korb" ( K.: Rudy Bauer ) - Label: Philips Archiv




Ludwig Fassold   * 1923   † 1988

In Darmstadt aufgewachsen erlernte Ludwig Fassold schon sehr früh das Spiel auf der Trompete. Nach seiner Schulzeit verdiente er sich mit einigen seiner Freunde etwas Geld mit dem Spiel amerikanischer Hits in Casinos und Bars der Stadt. Dort wurde er auch von dem damals schon bekannten Pianisten Helmut Duyster entdeckt, der ihn in seine Band aufnahm. "Die goldene 5", wie sich diese Band nannte, hatte einen Vertrag mit einer ansässigen Tanzschule, wo sie regelmäßig spielte. Nach dem Krieg holte ihn Willy Berking in sein Tanzorchester, in dem er lange Zeit den Trompetenton angab. Es gibt allerdings nur wenige Aufnahmen, in denen Fassold als Solotrompeter zu hören ist. Bis zu seinem Tod gehörte Fassold auch dem Darmstädter Jazz Club an.

In Memoriam Mai 1968: "London Melodie" ( K.: Leo Fonda / Heinz Hellmer ) - Label: Mediaphon 32101 "Trompeten Impressionen"




José Fernando   * 1934   † 2007

Real Name: Fritz Münzer

Unter dem Namen José Fernando Orchestra sind beim Trend Records Label einige Produktionen erschienen, die der Komponist Fritz Münzer mit seinen Studiomusikern eingespielt hat. Münzer, der mit seiner House Band in den achtziger Jahre beachtliche Erfolge erzielen konnte, präsentiert hier Easy Listening mit lateinamerikanischem Einschlag und einer autentisch instrumentalen Note. Ein Dokument, wie wandlungsfähig Münzer im Umgang mit Soundstyles agiert. Unbedingt hörenswert.

Top im September 2006: "Herbstlicht" ( K.: Lauth ) - Label: Trend Records TCD 035 "Southern Breeze"
Top im November 2012: "Santo Pueblo" ( K.: Faylon / Swinford / Derring ) - Label: Trend Records TCD 035 "Southern Breeze"




Erich Ferstl   * 1934

Erich Ferstl wuchs in einer Musikerfamilie auf, studierte Klavier, Violine, Gitarre sowie Komposition. Als Interpret und als Filmkomponist war er an zahlreichen Produktionen beteiligt. Mit der Musik zu der 13-teiligen Fernsehserie Üb' immer Treu nach Möglichkeit wurde er 1965 einem größeren Publikum bekannt. Neben Kompositionen für Film- und Fernsehproduktionen veröffentlichte er mehrere Schallplatten mit unterschiedlichster Musik und trat bei zahlreichen Anlässen auf. Er spielte im Duo mit Joe Viera Jazz und trat 1962 und 1964 auf dem Deutschen Jazzfestival Frankfurt auf.

In Memoriam Oktober 1968: "Widow's Habanera" ( K.: Erich Ferstl ) - Label: Colosseum Schallplatten Archiv "Film- und Fernsehmelodien"
Top im Oktober 2010: "Swinging Colosseum" ( K.: Erich Ferstl ) - Label: Inmus 20003 "Latinissimo"
Top im September 2014: "Rainbow" ( K.: Erich Ferstl ) - Label: Colosseum Schallplatten Archiv "Film- und Fernsehmelodien"




First Rockers United Company

Conducted by: Jo Gretch and Helmuth Brandenburg

Die First Rockers United Company bestand aus einer Reihe hochkarätiger Musiker, die für eine Produktion des schwarzwälder Labels "Center" einige Titel einspielten. Unter der Leitung von Jo Gretch und Helmuth Brandenburg entstand eine LP der besonderen Art. Poppig rockige Melodien wurden mit professionellen Jazz Elementen versehen und in scheinbar improvisatorischer Weise verknüpft. Leider war das das einzige Projekt dieser Gruppe, wovon einige Titel später noch einmal auf dem Label "Raphaele" neu aufgelegt wurden.

In Memoriam April 1969: "Old London Pub" ( K.: Charly Tabor ) - Label: Center Archiv "Rock Race"




Addy Flor   * 1925   † 2008

Real Name: Arno Flor

Addy Flor ist ein anderer Name für den Musiker Arno Flor. Dieser veröffentlichte anfangs unter seinem richtigen Namen Klassik im Easy Listening Stil, aber auch originale klassische Musik. Unter dem Namen Addy findet man ihn hingegen vorwiegend als Produzent von Unterhaltungsmusik im Stil der Tanzmusik. Er schrieb auch als Komponist Musik für die Filmindustrie und für viele seiner Kollegen.

Top im April 2011: "Jeder Tag ist ein neues Lied" ( K.: Addy Flor ) - Label: bliss Archiv
Top im Oktober 2012: "Dreamin' Miami" ( K.: Addy Flor ) - Label: bliss BRA 10001 "Between Day and Dream"
Top im März 2017: "Our Small World" ( K.: Heinz Kiessling ) - Label: Brigade Mondaine BM 003 "Dolce Far Niente"




Pit Fontana's New Sound

Conducted by Horst Reipsch and Fred Spannuth

Unter dem Peudonamen "Pit Fontana's New Sound" veröffentlichten der Klarinettist Horst Reipsch und der Flötist Fred Spannuth einige Aufnahmen, die vorwiegend nur für den Rundfunk gedacht waren. Zusammen mit den "Five Clarinets" - ebenso eine Formation der beiden Musiker - wurde ein Sound kreiert, der zusammen mit ein paar weiteren Instrumenten wie dem Marimbaphon oder der Hammondorgel sowie Vibraphon und Schlagzeug leicht und locker wirkte und an verschiedenen Stellen ein vermeintliches Benny Goodman Feeling vermittelte - eine wirklich gelungene instrumentale Liason.

Top im Februar 2016: "Five to the Bar" ( K.: Horst Reipsch ) - Label: Europhon ELP 567 "Pit Fontana's Swinging Flutes"




Fred Forster   * 1928

Real Name: Werner Drexler

Das Orchester Fred Forster wurde von Werner Drexler gegründet und gilt als der Vorläufer von Werner Drexlers Go-Go-Sound Formation, einer Mischung aus Orchester und Chor. Die Instrumentalstücke schrieb Drexler ebenfalls unter diversen Pseudonamen. Exklusivverträge mit unterschiedlichen Labels hinderten Drexler möglicherweise daran, diese Musik unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen. Letztendlich hatte er aber gerade mit diesem Sound Erfolg, so dass er später mit seinem Orchester und seinem Namen noch viele weitere Titel in dieser Art schuf.

In Memoriam Mai 1969: "Zwei Herzen im Mai" ( K.: Michael Jary ) - Label: Victoria VIC L002 "Dance for Lovers"
In Memoriam Juni 1970: "Ein Stern ging verloren" ( K.: Henry Mayer ) - Label: Melodie der Welt GmbH Tonbandarchiv
Top im November 2015: "Lover's Lane" ( K.: Roy Kent ) - Label: Happy Records HR 2280-3 "My Favorite Instruments"
Top im Februar 2016: "Katja" ( K.: Roy Kent ) - Label: Ring Musik Archiv
Top im März 2016: "Bella Playa" ( K.: Bert Petri ) - Label: Happy Records HR 2275-3 "Feeling Fine"
Top im Oktober 2016: "Russian Dream" ( K.: Werner Drexler ) - Label: Happy Records HR 2273-3 "Welcomes You"




Silvio Francesco   * 1927   † 2000

Real Name: Silvio Francesco Valente

Silvio Francesco wurde vor allem als Begleiter seiner Schwester Caterina auf ihren Tourneen bekannt. Er wuchs in einer Zirkusfamilie auf, in der seine Mutter als ein international gefeierter Clown fungierte, während sein Vater als Akkoreonist arbeitete. In seiner Kindheit erlernte er die verschiedensten Instrumente und konnte schon nach kurzer Zeit als Gitarrist und Klarinettist auftreten. Mit seiner Schwester begann er bei den Vorstellungen gemeinsam zu singen. Bald schon bekamen die beiden Geschwister ihre ersten Schallplattenverträge. Die Aufnahmen verkauften sich so gut, dass schon bald auch die Filmindustrie das Paar unter Vertrag nahm. Jetzt war der große Erfolg in aller Welt nicht mehr aufzuhalten: Die Valentes waren in den Kinos und auch im Fernsehen zusammen mit den berühmtesten Schauspielern zu sehen. Francesco wirkte dabei immer mehr im Hintergrund als Produzent, Komponist und, was meistens im Verborgenen blieb, auch als Leiter einer kleinen Combo: der Band Silvrano.

Top im September 2014: "Moon River" ( K.: Henry Mancini ) - Label: Decca SLK 16596 P "Hits in Sax"




Jürgen Franke   * 1929

Pseudonyme: Ken Aldin, Al Tacoma, Nick Frazer, Frank Mantis, Juan Demonio

Jürgen Franke ist ein deutscher Komponist und Arrangeur, der fünfzehn Jahre lang als Gitarrist beim Südwestfunk Orchester in Baden-Baden gearbeitet hat, bevor er dieses Orchester in den achtziger Jahren drei Jahre lang leitete. Schon früh gründete er eine eigene Combo, in der er mit fünf weiteren Musikern auch viele eigene Kompositionen verwirklichte und diese auch in verschiedenen Studios aufnahm. Der Durchbruch gelang ihm Mitte der sechziger Jahre mit der Viktoria Produktion "A Little Bit of Beat". Auch für das Fernsehen schuf er mehrere Erkennungsmelodien wie zum Beispiel für die Show "Auf los geht's los".

In Memoriam Juli 1968: "Sonne und Sand" ( K.: Jürgen Franke ) - Label: Victoria L 007 "La Banda ist da"
In Memoriam Oktober 1968: "Top Ten" ( K.: Jürgen Franke ) - Label: Ring Musik Archiv
In Memoriam Oktober 1970 "Play the Flute" ( K.: Jürgen Franke ) - Label: Victoria L 004 "A Little Bit of Beat"
In Memoriam März 1974: "Canto Balear" ( K.: Jürgen Franke ) - Label: Ring Musik Archiv
Top im Oktober 2015: "Waltzing the Beat" ( K.: Jürgen Franke ) - Label: Ring Musik Archiv
Top im November 2015: "Blue Smoke" ( K.: Jürgen Franke ) - Label: Ring Musik Archiv




Helmuth Franke-Elis   * 1943

Pseudonym: Claus Vandrey

Helmuth Franke-Elis ist gebürtiger Hamburger, der schon früh das Spiel auf der Gitarre erlernte. Er war Mitte der sechziger Jahre Mitbegründer der Band "Wonderland", die mit extravaganten Sounds viel Erfolg bei den verschiedenen Events verbuchen konnte. Wenig später nahm Franke-Elis zusammen mit dem Trompeter René Biermann mehrere Schallplatten im damals modischen Tijuana Stil auf. Danach war er jahrelanger Gitarrist im aufstrebenden Orchester James Last. Ende der siebziger Jahre kam er als Sologitarrist mit eigenen Schallplattenaufnahmen sogar in die Charts und war bei den Rundfunk- und Fernsehsendern als Pausenunterhalter sehr beliebt. In den darauf folgenden Jahren produzierte er mehrere Disks mit sehr anspruchsvoller Gitarrenmusik, die auch heute noch wegen ihrer zeitlosen Stilistik sehr gefragt ist.

In Memoriam Juni 1976: "Teresa" ( K.: Helmuth Franke ) - Label: Selected Sound ST 106 "Guitarland 1"
Top im November 2016: "Romance Anonym" ( Arr.: Helmuth Franke ) - Label: Selected Sound ST 107 "Guitarland 2"




Franz Frankenberg

Pseudonyme: Fred Wiesner, John Finten

Franz Frankenberg war eigentlich ein Musikredakteur bei Radio Bremen. Vor seiner beruflichen Tätigkeit absolvierte er aber ein Musikstudium, das er mit dem Prädikat eines Kapellmeisters abgeschlossen hatte. So komponierte er nebenbei viele Melodien für Ensembles der Unterhaltungsmusik und leitete auch ein eigenes Orchester, mit dem er unter anderem so bekannte Stars wie Hein Simon oder Wolfgang Roloff - besser bekannt als Heintje und Ronny - bei ihren Studioaufnahmen begleitete. Darüber hinaus schrieb er zahlreiche Melodien für die Film- und Werbeindustrie.

In Memoriam Mai 1990: "Love is Love" ( K.: Dolf Brandmeyer / Lem Arcon ) - Label: UTV Studio RB 01-9104 "Streicherseremade"




Colin Frechter

Colin Frechter ist ein englischer Musiker, der ab 1958 beim Orchester der britischen Armee als Klarinettist arbeitete. Ab 1961 war er Direktor beim Label "Page One Records", wo er ab Mitte dieses Jahrzehnts auch verschiedene Produktionen mit den Künstlern Elaine Paige, Elton John und Robbie Williams initiierte. Als Arrangeur agierte er auch für die bekannten Gruppen "Take That", "Four Tops" oder für die "Bay City Rollers". Zur Zeit zeichnet er sich für diverse Theaterproduktionen verantwortlich.

In Memoriam Mai 1973: "Carry on Joe" ( K.: Colin Frechter ) - Label: Brull CBG 662 "Mostly Brass and Sweeping Strings"




Kookie Freeman   * 1926   † 2012

Real Name: Helmuth Brandenburg

Kookie Freeman ist ein Pseudonym und steht für den Orchesterleiter Helmuth Brandenburg. Dieser hatte schon in den sechziger Jahren ein eigenes Orchester, mit dem er verschiedene Schallplattenaufnahmen beim Atlas Musikverlag in Gröbenzell produzierte. Meistens waren es Backgroundmelodien zu den damals sehr populären deutschen Kinofilmen. In Zusammenarbeit mit dem Komponisten Wolfgang Mäder schuf Brandenburg Ende der sechziger Jahre einen bis dahin nicht gewohnten weichen Bläsersound. Mit dem Titel "Velvet Moon" startete das Experiment und wurde sofort zu einem vollen Erfolg. Mit seinem Orchester spielte Brandenburg nun fortan viele Titel in dem "samtweichen" Sound ein, nannte sich nun aber Kookie Freeman. Im Jahre 1972 übernahm Helmuth Brandenburg das Rias Rundfunkorchester, behielt aber noch für einige Zeit, auch unter seinem Pseudonym, den "Velvetsound" bei.

In Memoriam Mai 1968: "Velvet Moon" ( K.: David Ordini ) - Label: Decca SLK 16478 "Sex in Velvet"
In Memoriam Januar 1970: "Flowers to Berlin" ( K.: Horst Bredow ) - Label: Decca SLK 16478 "Sex in Velvet"
Top im April 2016: "April in Portugal" ( K.: Raul Ferao ) - Label: Decca DS 3151 "Kookie Freeman Orchestra"
Top im Oktober 2016: "Mr. Freeman's Poem" ( K.: Zdenek Fibich / Konrad Wolf ) - Label: Decca SLK 16556 "Going my Way"
Top im November 2016: "King of the Road" ( K.: Roger Miller ) - Label: Decca SLK 16556 "Going my Way"
Top im Dezember 2016: "Guantanamera" ( Arr.: Konrad Wolf ) - Label: Decca SLK 16581 "Flying"









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